Dänemark
Two in a box Logo klein
Two in a box Logo klein
two in a box schriftzug

Dänemark begrüßte uns zwar sonnig, aber stürmisch. Unseren ersten Abend verbrachten wir auf einem Campingplatz auf einer schmalen Landzunge zwischen dem Ringkobing Fjord und der Nordsee. Diese Landzunge ist ca. 1 km breit und 35 km lang und eine sehr beliebte Gegend, um Urlaub zu machen. Überall standen kleine nette Urlaubshäuschen in den Dünen. Und unser UHU durfte das erstemal Schotter und Sand unter den Reifen spüren. Er hat sich spürbar wohl gefühlt.

Der Wind pfiff mit einer unheimlichen Wucht über das flache Land und hat unseren UHU ganz schön durchgeschüttelt. Nachts dachte ich, ich wäre auf einem Boot. Unser kurzer Spaziergang am Strand war ein unheimlicher Kraftakt gegen den Wind und der Sand peitschte nur so ins Gesicht. War jedenfalls ein klasse Peeling ;-)

0183 Jütland Ringkobing Fjord Strand

Nachdem wir den Wind nicht gewohnt sind und es außerdem auch ziemlich kalt war, trieb es uns ins Landesinnere in ein Seengebiet zwischen Silkeborg und Sonderborg. Die Landschaft war seit langem mal wieder hügelig und dichter bewaldet - also auch nicht mehr so windig. Der Campingplatz zu dem wir fuhren lag wunderschön an einem See in der Nähe von Ry. Uns juckte es in den Fingern endlich mal unsere neuen Kajaks auszuprobieren. Aber bei ca. 14 Grad und Regen macht es einfach keinen Spaß. Also blieben die Boote trocken im Auto verpackt. Ich glaube so einen ruhigen und verlassen wirkenden Campingplatz haben wir bisher noch nicht erlebt. Es liefen vielleicht noch 3 andere Leute herum. Aber er war richtig schön gepflegt und hatte einen fantasievollen Minigolfplatz und neben 2 schönen Buchten am See auch einen eigenen romantischen Weiher mit Brückchen (leider haben sich Tom und ich beim Rundgang verloren, so dass Tom alleine dort ankam und nun alleine Bilder machen musste ;-()

0193 Jütland CP Ry Bucht

Der Himmelbjerget ist die höchste Erhebung in Dänemark - mit 164 Metern. Jedenfalls hat man einen schönen Ausblick auf das Seengebiet. Wir haben uns schon etwas geärgert, dass das Wetter nicht ein bisschen besser war - hier hätte man schöne Wanderungen und Radtouren machen können. Ganz abgesehen von schönen Kajaktouren. Da die Wetterprognosen jedoch keine Besserung ankündigten ging es weiter nach Aarhus,

0190 Jütland Himmelbjerget

Dänemarks zweitgrößter Stadt. Unser Reiseführer beschreibt die Stadt als die kleinste Großstadt der Welt, viel Kultur sowie zahlreiche Cafés und Bars. Das trifft es ganz gut. Und man merkt, dass es eine Universitätsstadt ist. Man sieht unheimlich viele junge Leute. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen. Hier gibt es auch ein sehr schönes Freilichtmuseum das Den Gamle By. Wir schafften es natürlich erst um 17.00 Uhr dorthin und hatten schon keine Hoffnung mehr hineinzukommen. Aber siehe da, ab 17.00 Uhr kann man kostenlos rein und durchspazieren. Die Häuser sind zwar dann schon geschlossen, aber uns hat es auch gereicht die hübschen Häuser von außen zu sehen.

0204 Jütland Aarhus Den Gamble By

Weiter südlich übernachteten wir in Horsens. Nachdem Vitus Bering, der Entdecker der Beringstraße, in Horsens geboren wurde, gibt es im Horsens Museeum eine Ausstellung zu seinem Leben und Expeditionen. Leider waren die Beschreibungen und der kurze Film nur in dänisch, so dass wir uns viel selbst zusammengereimt haben.

Auch in dem kleinen Ort gab es für uns keine Probleme, unseren UHU zu parken. Es findet sich immer irgendwo ein Plätzchen. Überhaupt sind die Dänen sehr tolerant und interessiert an unserem Auto. Auch wenn wir auf der Landstraße mit 60 oder 70 km/h dahin kriechen, wird nur selten jemand ungeduldig. Manche fahren uns ewig ganz brav hinterher, obwohl sie schon längst hätten überholen können. Und die Kinder wollen natürlich immer unsere Hupe hören.

0215 Jütland Horsens Hangparkplatz

Wir verließen Jütland und fuhren über die Brücke nach Fünen und zwar als erstes nach Odense, einer der ältesten Städte Dänemarks. Wir konnten von unserem Campingplatz mit dem Fahrrad eine wunderschöne Strecke entlang eines Flußes bis in die Innenstadt machen. Es gab auch einen Zoo direkt in dieser grünen Lunge. Der Löwenbereich war von außen einsehbar, aber die Löwen kannten das Spiel wohl schon, so dass sie uns die kalte Schulter bzw. nur ihren Allerwertesten zeigten. Kurz bevor wir die Innenstadt erreichten, erwischte uns noch ein ziemlich starkes Gewitter, so daß wir pitschenaß erstmal in ein Lokal flüchteten. Die Dänen scheinen auf so schnelle Wetteränderungen besser vorbereitet zu sein, jedenfalls sahen uns dort alle erstmal mitleidig und manche sogar spöttisch an. Was wir an der Stadt komisch fanden, ist, dass die meisten Geschäfte schon um 17.30 Uhr geschlossen haben und es in der Altstadt richtig menschenleer war.

In Kerteminde - nordöstlich auf Fünen - gab es ein Meereszentrum, das Fjord & Baelt. Hier war eine schöne Ausstellung über die Gezeiten, Meeresbewohner und sie hatten einen Unterwassertunnel, in dem man die Seehunde und Schweinswale beobachten konnte. Zur Zeit führen sie ein Forschungsprojekt mit den Schweinswalen durch, die einen Sensor umgelegt bekommen und man damit nicht nur die Reaktion auf verschiedene Geräusche, wie das Schlagen einer Fischflosse sondern auch die Bewegungen des Tieres aufzeichnen kann, wie uns der Mitarbeiter des Zentrums auf bestem Deutsch erklärte.

Die Gegend um Kerteminde ist wunderschön mit vielen herrschaftlichen Gütern und kleinen, sehr gepflegten alten Häusern, eingebettet in hügelige Felder. Die Küste wirkt total verlassen, aber wahrscheinlich tummeln sich hier tausende von Badehungrigen im Sommer. Wir waren jedenfalls fast alleine, bis auf zwei Holländer.

0227 Fünen Strand bei Kerteminde

Das wunderschöne Wasserschloß Egeskov ist ebenfalls auf Fünen und bietet neben einer Schloßbesichtigung mit einem tollen Garten, einem angelegtem Irrgarten und ein wirklich sehenswertes Oldtimermuseum. Die Anzahl der Flugzeuge, Autos, Motorräder und Fahrrädern ist gigantisch und zumindest bei den Motorrädern gab es Marken, von denen wir noch nie gehört hatten, wie zum Beispiel das Nimbus Ofenrohr. Außerdem war an dem Tag wohl ein Treffen von Kawasaki Z1300 aus Deutschland, Holland und Dänemark, hier waren bestimmt 30 Motorräder gekommen. Wir waren jedenfalls von dem was es hier anzusehen gab sehr beeindruckt.

0231 Fünen Schloss Egeskov

0246 Fünen Schloss Egeskov Oldtimermuseeum

Als wir über die Storebaelt Brücke nach Seeland fuhren gab es erstmal einen Stau bei der Auffahrt. Unsere beiden Fahrbahnen waren komplett gesperrt und wir wurden auf eine der Fahrbahnen der Gegenseite umgeleitet. Wir dachten schon, wir kommen nie mehr drüben an, denn sie ist echt lang. Dann beobachteten wir einen Aufräumtrupp, der Straßenmarkierungen einsammelte, etwas weiter fuhren auf der gesperrten Seite Busse und ganz viele Polizisten und Rettungswagen waren da. Dann einzelne ziemlich langsame Läufer mit Nummern und plötzlich wurden es immer mehr Läufer. Und dann waren es Tausende von Marathonläufern. Es war ein Brückenmarathon. Man muss dazu sagen, dass es kalt war, regnete und der Wind über die Brücke peitschte. Ob das Spaß gemacht hat weiß ich ja nicht.

0269 Storebaelt Brücke Marathon

In Faxe auf Seeland fanden wir einen schönen Campingplatz direkt am Strand, auf dem wir gleich mal zwei Nächte blieben. Irgendwann mußten wir ja mal die Internetseite fertigbringen. Allerdings war der Strand so schön, dass wir erstmal einen ausgiebigen Spaziergang machen mussten. Und dann was essen und ...... wir fingen also um 16.00 Uhr mit dem Computern an. Wir haben natürlich schon die ganze Zeit immer wieder an der Internetseite gearbeitet, aber das ist doch eine langwierige Geschichte so eine Site einzurichten.

0274 Seeland Strand bei Faxe

Auf der Halbinsel Stevns gibt es eindrucksvolle Kreidefelsen und eine Kirche in Hojerup, deren Chorraum im Jahr 1928 ins Meer stürzte. Hier ist der Blick wirklich atemberaubend. Die Kirche selbst ist eine schöne alte Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit verblassten alten Wandmalereien. Außerdem haben wir das Stevnsfort, ein Museum zum Kalten Krieg besichtigt. Hier überwachte die Nato den Ostseeraum und legte 1,6 km lange unterirdische Gänge an. Mir war gar nicht so klar, dass die See um Dänemark strategisch so wichtig war.
0289 Seeland Stevns Klint

0295 Seeland Stevns Fortet ehemNatoBunker

In Kopenhagen standen wir auf einem Wohnmobilstandplatz mitten in der Stadt - der war zwar recht teuer, aber dafür wirklich nur einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt. Schön war er dafür aber nicht. Es war einfach ein abgetrennter Parkplatz mit Dusch- und Toilettencontainern an einer ziemlich befahrenen Hauptstraße. Aber wie gesagt, wenn man es nicht weit haben wollte, war es perfekt.

Hier zogen wir dann auch gleich recht früh - für uns ist jedenfalls 9 Uhr früh - los und erkundeten die Stadt. Wie alle braven Touristen haben wir natürlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Königspaläste Rosenborg, Amalienborg und Christiansborg und selbstverständlich auch die Kleine Meerjungfrau angesehen. Man merkt, dass Kopenhagen einfach eine Großstadt ist und nicht ein verträumtes Städtchen mit Geschichte. Hier ist es geschäftig und turbulent. Auffallend ist, dass wirklich viele Leute mit dem Fahrrad fahren, in der Innenstadt und in Einkaufszentren gibt es extra Parkhäuser für Fahrräder. Toll ist, dass man im Sommer kostenlos Fahrräder an einer Station wie einen Einkaufswagen ausleihen kann. Das haben wir zum Schluss auch gemacht, da wir einfach nicht mehr laufen konnten. Ich bin immer noch von den schnellen Wetterveränderungen hier überrascht. In der Früh sah es für mich aus, als würde es einfach ein strahlend schöner Tag werden, keine Wolke am Himmel und warm. Dann kamen wir auf den Rathausplatz, wo es einen Wetterturm gibt. Hier zeigt sich ein goldenes Mädchen mit Fahrrad wenn es schön wird und ein goldenes Mädchen mit Schirm, wenn es Regen gibt. Komischerweise waren beide zu sehen. Was ich wie gesagt vormittags noch für seltsam fand. Am Nachmittag wußte ich dann warum. Innerhalb von Minuten tauchte eine Wolkendecke auf und bald regnete es ganz heftig.

0307 Kopenhagen Kleine Meerjungfrau

Uns wurde von allen Seiten empfohlen, dass wir uns das Frederiksborg Slot unbedingt ansehen sollen. Wir waren erst mal gar nicht so erpicht darauf schon wieder ein Schloss zu besichtigen und fuhren dann aber doch hin. Na, von außen können wir es uns ja mal ansehen. Als wir dann dort waren, entschlossen wir uns kurzerhand dann doch für eine Besichtigung der Räume. Und es hat sich wirklich gelohnt. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Bereits im ersten Saal, der Ritterstube, waren wir dermaßen fasziniert von den Gewölbedecken und den Reliefs, dass wir es in keinster Weise bereut haben hineinzugehen. Es gab ansonsten unheimlich viele sehr gute Gemälde und prunkvolle Schränke und Truhen, die uns begeisterten. Hier waren wirklich Künstler am Werk. Vieles wurde nach einem verheerenden Brand in 1859 erst wieder rekonstruiert. Der ehemalige Eigentümer der Carlsberg Brauerei hatte sich damals mit einer großen Summe zum Wiederaufbau eingesetzt.

0346 Frederiksborg Großer Saal

Alle Bilder von Dänemark

website design software
[Home] [Aktuell] [Reiseberichte I] [Deutschland] [Luxemburg] [Belgien] [Holland] [Dänemark] [Schweden] [Norwegen] [Finnland] [Russland] [Estland] [Lettland] [Litauen] [Polen-Slowakei] [Ungarn] [Reiseberichte II] [Fahrzeug] [Freunde] [Gästebuch] [Impressum]