Lettland
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Wir müssen gestehen, dass wir für Lettland, wie auch für Litauen nicht mehr so viel auf dem Programm haben wie die vorhergehenden Länder. Mit Sicherheit wird unsere Reise durch diese Länder ihnen nicht gerecht, aber wir wollen bis Ende August am Mittelmeer sein und da haben wir noch knappe 2000km vor uns. Somit haben wir für Lettland nur eine Kajakfahrt und natürlich Riga auf dem Radar.
Die Kajakfahrt hatten wir von einem ebenfalls mit Wohnmobil reisenden Ehepaar, das wir in Talllinn getroffen haben, empfohlen bekommen. Zudem hatten wir weitere Informationen in unserem Reiseführer. Wir fuhren zuerst nach Sigulda, einer kleinen netten Stadt direkt am Fluss Gauja. Von hier aus, bzw. bis hier hin kann man eben Kajaktouren unternehmen. Wir informierten uns in der Touristeninformation mitten im Ort über die Möglichkeiten. Eine junge Dame hat uns im besten Deutsch alle Möglichkeiten erklärt. Wie ich zuvor im Internet gelesen habe, ist die Gauja einer der Top10 Flüsse in Europa zum Kajaken. Von den 490km Länge des Flusses sind 380km mit dem Kajak befahrbar. So eine Tour würde natürlich mehrere Wochen dauern, wir wollen ja nur eine Tagestour unternehmen. Es bot sich an, Sigulda als Zielort zu nehmen und ca. 25km Flussaufwärts bei Ligatne die Boote zu wassern. Unser Freund Marc, mit dem wir nun schon seit Tallinn zusammen unterwegs sind, erklärte sich sofort bereit, uns mit seinem Magirus-Deutz nach Ligatne zu bringen. somit mussten wir keinen Bus oder eine andere Fahrmöglichkeit ausfindig machen. Das Angebot nahmen wir gerne an. Am nächsten Tag um 10 Uhr (also kurz nachdem es hell wird (Zeitplanung Tom)) starteten wir mit unseren Kajaks im Gepäck Richtung Ligatne. Dort angekommen haben wir unsere Boote aufgebaut, während bereits einige Kajak-Veranstalter ihre Boote zu Wasser brachten. Nachdem wir endlich unsere Boote einsatzbereit hatten, war es bereits 11:30 Uhr. Wir bedankten uns nochmals bei Marc für den Chauffeur-Dienst und verabredeten uns am Abend wieder in Sigulda zum Pizza essen, natürlich auf unsere Kosten.

Dann ging´s los: Der Fluss hat nur eine geringe Strömung, warum er wohl auch bei vielen Freizeitpaddlern so beliebt ist. Es blies uns aber ein so kräftiger Wind ins Gesicht, dass wir erst mal Flussaufwärts trieben. Also galt es kräftig gegen den Wind anzukämpfen. Wir kämpften wohl so kräftig, dass wir schon nach kurzer Zeit die anderen ca. eine halbe Stunde vor uns abgefahrenen Boote einholten. Es waren immer drei Leute in einem Feststoff-Kanadiern und hatten offensichtlich beim Paddeln Koordinationsprobleme, außerdem waren sie wohl mit dem Gegenwind etwas überfordert. (Zum Glück haben wir uns für Einmann-Kajaks entschieden!)

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Wir starteten bei mäßiger Bewölkung und doch sehr angenehmem Sonnenschein. Dies hielt auch die ersten drei Stunden an, obwohl sich der Himmel schon ziemlich zuzog. Es kam wie es kommen musste, es goss in Strömen mit Blitz und Donner. Zum Glück waren wir mit unserer Kleidung darauf vorbereitet. Wir hatten die komplette Regenkleidung eingepackt. somit konnte es nach ein paar Minuten weitergehen.

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Die Flussfahrt hat uns viel Spaß gemacht. Der Fluss geht durch eine wunderschöne unberührte Gegend. Die ganze Zeit über war keine einzige Bebauung am Ufer oder auch nur eine Straße in der Nähe - Natur pur.

1580 LV Gauja1583 LV Gauja

Teilweise hat das Ufer hohe Felsformationen, teilweise wieder lange Sandbänke, die zum Rasten einladen. 

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Nach fünf Stunden kräftigem paddeln waren wir wieder in Sigulda und mit unseren Kräften absolut am Ende. Marc kam uns zum Glück abholen und wir waren heilfroh, dass wir nicht zu unserem Stellplatz zurück laufen mussten, das wäre bestimmt nochmal eine halbe Stunde bergauf gewesen. Die Pizza abends war ein perfekter Ausklang des Tages, der allerdings ziemlich früh endete, da wir bereits um 22.00 Uhr völlig KO in den Federn lagen.

Tags drauf gab es einen Rasttag, uns steckte noch der Vortag in den Knochen. Zudem regnete es und wir beschlossen einfach noch einen Tag in Sigulda zu bleiben und die Stadtbesichtigung von Riga auf den nächsten Tag zu verschieben. Riga wurde trotz dem vorherigen Ruhetag zum Schnelldurchlauf. Nachdem wir von Sigulda noch nach Riga fahren mussten und uns erst den Campingplatz suchen mussten, kamen wir erst gegen 16:00 Uhr in die Altstadt. Wir spazierten durch die Gassen und sahen uns einfach nur die schönen Gebäude an.

1591 LV Riga1593 LV Riga

Riga ist wesentlich schöner als ich es mir vorgestellt hatte, nachdem ich laut Reiseführer-Beschreibung eine moderne große Stadt erwarten sollte. Das ist sie bestimmt auch, allerdings ist davon im Altstadtbereich nichts zu spüren. Hier sind schöne kleine Gässchen, viele sehr liebevoll und aufwendig renovierte Gebäude. Teilweise auch richtig prunkvoll. Eine wirklich sehr schöne Stadt, die zum Bummeln und verweilen einlädt. Allerdings hat Riga im Vergleich zu Tallinn bei weitem nicht so viel Flair. Irgendwie ist es sehr schön dort, es gibt Restaurants und Lokale zu Hauf, aber irgendwas fehlt.

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Nachdem wir den ganzen Nachmittag und auch Abend in der Stadt verbracht hatten, hatten wir schon ziemlich viel gesehen. Somit beschlossen wir am nächsten Tag bereits wieder weiter zu ziehen

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Am Stadtrand, auf dem Weg zu unserem Campingplatz hatten wir noch einige sehr schöne Villen entdeckt, teilweise super renoviert, teilweise wohl neu gebaut.

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