Russland
Two in a box Logo klein
Two in a box Logo klein
two in a box schriftzug

Eigentlich waren wir nicht in Russland. Man sagt, wer Russland sehen will, darf nicht nach St. Petersburg oder Moskau fahren, sondern muss ins weite Land raus.
Wir waren außer der Hinfahrt nach St. Petersburg und der einer Woche späteren Weiterfahrt nach Estland nicht weiter in Russland unterwegs. Vielleicht reicht das auch für die erste selbst organisierte Camper-Reise. Camping ist in Russland noch ein Fremdwort und weitestgehend unbekannt.
Das hatten wir ja schon bei der Visa-Beantragung gemerkt. Normalerweise braucht man für Russland eine Einladung. Die bekommt man bei einer selbst organisierten Reise von dem Hotel, bei dem man die Zeit bleiben will. Wenn man aber kein Hotel braucht, wird das dann schon etwas schwieriger. Man gibt dann ein Hotel nur proforma an. In Russland muss man sich nach spätestens drei Tagen bei den Behörden registrieren, dies erledigt normalerweise das Hotel für einen. Hat man kein Hotel, muss man die Registrierung bei der Miliz (die seit Anfang Juli jetzt auch Polizei heißt) oder bei der Post selbst durchführen.

Wir hatten den Mittelweg genommen und uns ein Hotel gesucht, dass auch Camping mit anbietet. Davon gibt es in St. Petersburg zwei bzw. drei. Eins hatten wir aus unserem Reiseführer, eins über eine italienische Website, die aber nicht auf unsere Anfrage geantwortet haben und eins haben wir bei intensiverer Suche im Web noch gefunden. Das Hotel im Reiseführer ist in einem Vorort von St. Petersburg in Olgino ca. 15 min vor der Stadtgrenze gelegen. Zum täglichen Besuch der Innenstadt mit über einer Stunde Fahrzeit in die Innenstadt nicht wirklich geeignet. Da könnte man höchstens sein Fahrzeug abstellen und dann in der Stadt ein Hotel nehmen. Das wird dann aber recht teurer und auch etwas kompliziert. Dieser Umstand hat uns veranlasst nochmal das Web zu durchforsten. Nach einigem Suchen stießen wir auf das Hotel Elizar. www.elizar-hotel.ru. Es liegt in der Stadt, direkt am Fluss Neva, in einem Stadtbezirk außerhalb der Innenstadt. Die Metro-Station war nur ca. 5 Gehminuten entfernt und man war nach nur drei Haltestellen direkt in der Innenstadt.

Das Hotel liegt in einem großen Innenhof aus mehreren ebenfalls großen Wohngebäuden, die für die restliche Umgebung gut gepflegt waren und hat einen abgezäunten Bereich, der groß genug ist, um nicht nur einen Parkplatz für die Hotelgäste, sondern auch ca. 10 Stellplätze für Camper anzubieten. Der Eingang war 24 Stunden besetzt und mit Video überwacht, so das man gleich ein sicheres Gefühl bekam. Wir bezahlten 900 Rubel für die Nacht, ca. 22,50 Euro. Das ist nicht wenig für Russland, aber für die Lage ganz ok. 

  1105 SPB Unser Hotel Elizar

Aber der Reihenfolge nach:
Zuerst mussten wir ja über die Finnisch-Russische Grenze. Hier hatten wir im Vorfeld viel gelesen, was man alles haben muss, Wir hatten uns megamäßig vorbereitet, hatten noch von allem und jedem eine Kopie angefertigt, alle Dokumente zusammengesucht, uns deutsche Übersetzungen von den Formularen angeschaut und dann kommt es doch ganz anders.
Erstmal war der erste Beamte völlig überfordert, wo wir denn nun abgefertigt werden müssen. Bei den LKWs oder PKWs. Er mußte dazu sogar sein rotes Telefon benutzen, um bestätigt zu bekommen, dass wir sozusagen ein Camper sind und zu den PKWs dürfen. Die Beamtin für die Passkontrolle sprach außer Russisch wohl nichts, so wurde mit Händen und Füssen kommuniziert. Wir kamen aber zügig durch die erste Kontrolle. Dann kam das Fahrzeug dran. Die Formulare gab es nur auf russisch und stimmten nicht mehr mit unserer übersetzten Vorlage überein. Wenn wohl auch nur geringfügig, aber dann ist es schwierig dies auszufüllen, wenn man kein russisch kann und somit auf dem Zettel gar nichts lesen kann. Nach kurzer Zeit war dann aber doch ein Beamter gefunden, der etwas Englisch konnte. Er hat uns anfangs jeden Punkt erklärt und wir haben dann entsprechend ausgefüllt. Dann hatte es ihm wohl etwas zu lange gedauert, so dass er dazu überging die Punkte selbst auszufüllen. Auch gut! Die Fahrzeugkontrolle selbst war dann schnell erledigt, so dass schon nach nur einer Stunde der Schlagbaum aufging und wir in Russland waren. Andere Berichte geben für die Einreise oft drei Stunden und mehr an, da haben wir wohl richtig Glück gehabt. Eine russische Haftpflichtversicherung mussten wir auch nicht abschließen und es wurde auch nicht gefragt, ob wir in unserer grünen Versicherungskarte Russland mit drin haben.

Natürlich hat sich von Finnland nach Russland mit nur ein paar Kilometern alles geändert. Die Häuser sahen aus, als wäre der letzte Krieg erst gerade vorbei gewesen. Die Straßen hatten Schlaglöcher, bei denen sogar LKW-Fahrer Vollbremsungen oder riskante Ausweichmanöver in den Gegenverkehr machten. Der Straßenrand ist die reinste Müllkippe. So empfing uns Russland, aber Grenzbereiche sind nie schön. Unterwegs nach St. Petersburg war dann doch schon die ein oder andere Straße mal neu geteert worden und ein paar Straßenbaustellen hatten wir auch passiert.. Es tut sich also auch mit dem Straßenbau etwas. Nachdem wir in Finnland nicht mehr viel getankt hatten, war der Tank fast leer und somit eine Tankstelle angesagt. Die gibt es genügend und sie sind sehr modern ausgestattet. Wohl alle akzeptieren Visakarten, somit stand dem Tanken nichts mehr im Wege. 25,5 Rubel für den Liter Diesel, also ca. 64 Euro-Cent sind schon sehr angenehm für den Geldbeutel. Schade, dass in unseren Tank nur 400 Liter reingehen. Bei dem Preis könnte man glatt noch mehr tanken. Die Verständigung mit dem Tankwart war rudimentär, da nur auf russisch, aber einfach: Caro hat ihm die Visakarte vor die Nase gehalten, er hat genickt, dann tanken, bezahlen, fertig! 

Unser Navi hat zwar einen Kartensatz Europa inkl. Russland und Baltikum vom Jahre 2009, der russische Kartenteil muss aber doch beträchtlich älter sein. Da stimmten teilweise nicht mal mehr die Hauptstraßen. Aber siehe da, St. Petersburg war auch in lateinischen Buchstaben angeschrieben. Obwohl man den Ortsnamen auch auf kyrillisch entziffern kann. 150km waren es bis zur Stadt und uns ist schon aufgefallen, dass fast nur neuwertige LKWs und viele neue PKWs unterwegs sind. Lada´s gibt es zwar auch noch einige, aber es sind doch überwiegend europäische und japanische Fahrzeuge unterwegs, die meisten davon auch recht neuwertig.
Am Stadtrand von St. Petersburg fuhren wir die Ringautobahn, da wir auf die andere Seite der Stadt mussten und uns nicht gleich zu Anfang quer durch die Stadt trauten. Zumal gilt für die Stadt ein LKW-Verbot und bei einigen Brücken eine Höhen- bzw. Gewichtsbeschränkung. Also erst mal außen rum. Hier sind natürlich die großen Einkaufszentren gelegen und wir sahen OBI, MediaMarkt, Lidl, Ikea, usw. Sieht aus wie auf der A99 um München rum. Dazwischen gibt es nicht endend wollende Blechhütten, die als Lager oder Garagen genutzt werden. Sieht irgendwie nicht so prickelnd aus.

    1104 SPB Garagen und Lager am Stadtrand

Dann gings runter von der Ringautobahn rein in die Stadt. Eine Straßenbahn für neben uns, Die Gleise waren so bucklig und krumm, das die Straßenbahn nur im Schritttempo dahin fuhr. Der Teer links und rechts von den Gleisen fehlte völlig. Auch der Straßenbahnwagen selbst war wohl schon über 50 Jahre alt. Die Türen waren immer offen, wenn sie überhaupt vorhanden waren. Auch recht spannend.

 1108 SPB 50 Jahre alte Straßenbahn

Nachdem wir beim Hotel angekommen waren (wir hatten es ein paar mal umkreist, da wir von dem Hinterhof zu diesem Zeitpunkt noch nichts wussten), hatte ich mich erkundigt wie wir am besten in die Innenstadt kommen. Bei der Straßenbahn winkte man mir aber gleich ab und verwies auf die Metro. Die war auch mit Sicherheit die bessere Wahl. Die Innenstadt war doch noch ganz schön weit entfernt, wenn es auch nur drei Stationen mit der Metro waren, Die drei Stationen waren aber gefühlt so weit auseinander, dass man verglichen mit der U-Bahn durch ganz München kommen würde. 25 Rubel (ca.70 Euro-Cent) kostet die einfache Fahrt, egal wohin man fuhr und wie lange man dorthin brauchte. Das Angebot haben wir reichlich genutzt, mind. jeden Tag zweimal.
Außerdem gibt es sehr schöne Metro-Stationen, nicht ganz so toll wie die in Moskau sein sollen, aber auch nicht schlecht. Die Rolltreppen zu den Bahnsteigen sind ewig lang, da die Metro ca. 125m unter der Oberfläche liegt. Zurechtfinden war auch nicht so schwierig, vieles steht auch schon in lateinischen Buchstaben unter den Kyrillischen angeschrieben, ansonsten kann man doch recht leicht die kyrilischen Buchstaben mit denen aus dem Stadtplan vergleichen.

 1198 SPB Metro1199 SPB Metro1197 SPB Metro

Am ersten Abend sind wir erstmal auf Erkundungstour in ein paar abgelegene Seitenstraßen bei uns ums Eck gegangen. Wir wollten eigentlich zum Fluss Neva, aber hierzu mussten wir durch eine Gegend mit Garagen und Werkstätten, die wir ein zweites mal nicht mehr besuchen wollten. Was dort alles passiert, wollten wir gar nicht so genau wissen, ob´s nach unseren Gesichtspunkten legal war, na ja, wir glauben nicht so ganz. 

Am nächsten Tag sind wir dann endlich in die Stadt und was da auf uns zukam ist einfach atemberaubend: Die ganze Innenstadt ist übervoll mit super schönen Gebäuden in den Stilrichtungen Barock, Klassizismus, Jugendstil etc. Unser Reiseführer hat knapp 300 Seiten nur über St. Petersburg und dabei sind so viele so schöne Gebäude gar nicht erwähnt. Bei unserer Fotosammlung sind diese einfach nur mit “SPB schönes Gebäude” erwähnt. Die Vielzahl an historischen Gebäuden erschlägt einen förmlich. Wir hatten uns ab und zu mal in kleine Nebenstraßen gerettet, aber Fehlanzeige, auch dort kommt man nicht weit, ohne wieder den Fotoapparat zücken zu müssen. Zum Schluss lässt man Gebäude, bei denen man sich bei uns die Finger bis zum Ellenbogen abschlecken würde, einfach links liegen, da es einfach zuviel wird. Hier hat man zur Zarenzeit nicht gebaut, sondern geklotzt.

Angefangen haben wir am Nevskji Prospekt, DER Hauptstraße von St. Petersburg. Sie zieht sich quer durch die Innenstadt und man läuft am Tag mindestens drei mal drüber. Wir hatten damit angefangen, den Nevskiy Prospekt entlang zu gehen, natürlich nur ein Stück davon, da die Straße über 4km lang ist. Vorstellen kann man sich das wie z.B. die Maximiliansstraße in München, nur eben 10-mal so lange.

1001 SPB Nevskiy Prospekt1002 SPB Nevskiy Prospekt

Natürlich haben wir uns alle Gebäude links und rechts angeschaut und das sieht so aus:

1005 SPB Katharinenkirche1006 SPB Cafe Singer

1022 SPB Kazan Kathedrale1027 SPB  Erlöser Kirche

1039 SPB Russisches Museum1088 SPB Jelisejev Gebäude

1069 SPB Haus am Nevskiy Prospekt1070 SPB Haus am Nevskiy Prospekt

Wir sind per Zufall zu einer Messe bei der Kathedrale “Unserer lieben Frau von Kazan” gekommen. Der Gesang in der Kirche war super schön, die Prozession anschließend draußen einmal um die Kathedrale dafür sehr hektisch.

 1078 SPB Kazan Kathedrale1014 SPB Kazan Kathedrale

Die Erlöserkirche ist der einmalig. Sie ist innen wie außen überzogen mit Mosaiken. Es gibt eine Detailbeschreibung der Kirche und deren Mosaike, das alleine schon ein Buch für sich ist.
Ich finde, das kann man nicht beschreiben, das muss man gesehen haben.  Hier ein paar Einrücke:

 1028 SPB Erlöser Kirche1032 SPB Erlöser Kirche

1031 SPB Erlöser Kirche1035 SPB Erlöser Kirche

Hochzeiten gibt es in St. Petersburg wie Sand am Meer, ich glaube wir haben so 20 am Tag gezählt.

1043 SPB Hochzeit1203 SPB Hochzeit

Am nächsten Tag sind wir dann einfach kreuz und quer durch die Stadt. Man kann da nichts falsch machen, es ist überall genug zum Anschauen.

1054 SPB Winterpalast1295 SPB Winterpalast

1062 SPB Admiralität1055 SPB Admiralität

1065 SPB Generalstabsgebäude1064 SPB Generalstabsgebäude1083 SPB Löwenbrücke1091 SPB Alexandrinski Theater

Man kann sich in dieser Stadt die Füße wund laufen, so viel gibt es zu sehen. Ich hatte auch gleich zwei dicke Blasen. Aua! Nutzt nur nichts, am nächsten Tag die dicken Pflaster drauf und weiter gehts. Als nächstes war die Peter und Paul Festung dran. Sie liegt auf einer eigenen Insel und braucht schon alleine einen Tag zum besichtigen. Dort haben wir Wladimir kennen gelernt, der uns seine Dienste als Reiseführer anbot. Er studierte in St. Petersburg Germanistik und spricht ein einwandfreies Deutsch. Somit konnte er uns die  vielen kleinen wichtigen Details genau erklären. Das hat schon richtig Sinn und vor allen Dingen viel Spaß gemacht. Also los gehts:

 1050 SPB Peter und Paul Festung1111 SPB Peter und Paul Festung

1113 SPB Peter und Paul Kathedrale1116 SPB Peter und Paul Kathedrale mit 40m langer Goldspitze

Tags drauf hatten wir uns mit Wladimir wieder verabredet, diesmal um das Katharinen-Schloss anzusehen. Das Schloss liegt in dem Vorort Pushkin, benannt nach dem bekannten Russischen Dichter:

Das Schloss ist für seinen Prunk bekannt, nicht zuletzt wegen dem Bernsteinzimmer. Wir haben viele Fotos gemacht, es ist sehr beeindruckend, wieviel Aufwand damals für so ein Schloss betrieben wurde. Das Bernsteinzimmer durften wir nicht fotografieren. Aber zusammen mit den Mosaiken der Sinne ist es absolut sehenswert.

 1137 SPB Katharinen-Palast1146 SPB Katharinen-Palast - Großer Saal

1161 SPB Katharinen-Palast - Blauer Salon1168 SPB Katharinen-Palast - Grüne Zimmer

1183 SPB Katharinen-Palast - Das Mädchen mit dem zerbrochenen Krug1184 SPB Katharinen-Palast - Bronze Statuen

1187 SPB Katharinen-Palast - Eremitage1189 SPB Katharinen-Palast - Palastkapelle

Tags drauf waren wir komplett platt und sind wieder auf eigene Faust und vor allen Dingen etwas langsamer losgegangen, im Grunde ging es dann noch von Cafe zu Cafe, viel mehr war nicht mehr drin.
Dafür waren wir im FirstClass Hotel Astoria um dort den Afternoon-Tea zu genießen. Ich muss sagen, man sitzt dort sehr kommod und der Service ist erstklassig.

1237 SPB Hotel Astoria1241 SPB Hotel Astoria Afernoon-Tea-Time

Davor waren wir noch in der Isaak-Kathedrale, ein weiteres unglaubliches Bauwerk, einst Kirche, heute Museum:

1234 SPB  Isaakkathedrale1225 SPB Isaakkathedrale

Am nächsten Tag wollten wir dann noch zum Peterhof fahren, der ebenfalls wie das Katharinenschloss etwas außerhalb liegt. Aber die Füße taten immer mehr weh und wir hatten einfach keine Kraft mehr so weit zu fahren und wieder den ganzen Tag zu laufen. Also nur kurz mit der Metro in die Stadt, da gab es noch das Stiglic-Museum, wo ich umbedingt den Hauptraum sehen wollte. Leider war genau an dem Tag dort von der Uni ein Examen, so konnten wir zwar ins Museum, aber leider nicht in den Hauptraum.

1255 SPB Stiglic-Museum1253 SPB Stiglic-Museum

Trotz ruhigem Vortag konnte ich (Tom) nun gar nicht mehr laufen, die Blasen an den Füßen waren mittlerweile offen. Also wozu haben wir unsere Fahrräder dabei. In allen anderen Städten zuvor sind wir auch mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Aber hier war so gut wie kein Fahrradfahrer zu sehen und der Verkehr war nicht gerade Fahrradfahrer freundlich. Hier wird hauptsächlich Vollgas gegeben, sich durchgequetscht, auch wenn es nicht geht, dann müssen halt ein paar auf die Seite. Caro war schon ganz schlecht, unter diesen Bedingungen Fahrrad zu fahren, aber es gab keine Alternative, ich konnte nicht mehr laufen. Also gings los zum Alexandr Newski Kloster mit anschl. Friedhof, in dem viele Russische Persönlichkeiten liegen, wie z.B. Peter Tschaikowsky.
Mir gefiel das Fahrradfahren ganz gut, ich kam mit dem Verkehr gut zurecht, also weiter durch ein paar Seitenstraßen wieder zum Nevskiy Prospekt und dort eine Bootsrundfahrt machen, da muss man wenigstens nicht laufen. Zum Schluss sind wir dann noch in ein großes Einkaufzentrum gefahren, aber auch hier: Sowas sieht man selten, Auf jeden Fall größer als wenn man unser PEP, OEZ und Riem-Arcaden zusammennimmt, nobel bis zum umfallen, alles was international ein Rolle spielt ist vertreten, Preise wie in München und knacke voll mit Leuten. Reichtum wo man hinschaut, in den Geschäften wie auch auf der Straße. Ich habe noch nie so viele Porsche, Mercedes (am liebsten AMG), Landrover, BMW, Lamborghini, Ferrari, Bentley, Hummer gesehen. Es ist alles vertreten und dies nicht nur mal, sondern an jeder Kreuzung und jedem Parkplatz.

1275 SPB Kloster Alexandr Nevski1277 SPB Grab Peter Cajkowski

1274 SPB Friedhof im Kloster1278 SPB Friedhof im Kloster

Dann kam der Abreisetag. wir verabschiedeten uns noch von unseren Hotel(Camping)-Nachbarn Phillip und Hanna, mit denen wir abends viel Spaß gehabt haben. Wir wollten nicht direkt zur Grenze fahren, sondern an der Küste entlang, um wenigstens noch ein paar Eindrücke außerhalb St.Petersburg zu bekommen. Auf dem Weg kamen wir aber am Peterhof vorbei und bei dem Anblick war uns beiden sofort klar, hier müssen wir halten, das müssen wir uns noch anschauen. Evtl. bleiben wir dann halt noch eine Nacht auf russischer Seite irgendwo stehen, da findet sich schon ein Plätzchen.

Also Tickets gekauft und rein in den Peterhof, wir haben es nicht bereut.

1302 SPB Peterhof1299 SPB Peterhof

1304 SPB Peterhof1316 SPB Peterhof

Das wars von, nein nicht von Russland, sondern von St. Petersburg. Wir waren insgesamt sieben Tage dort. Wir haben kein einziges Museum von innen gesehen und bestimmt auch nicht die ganze Innenstadt. Mittlerweile haben wir gehört, wenn man alles sehen will braucht man mindestens vier Wochen. Das glauben wir gerne.

Noch ein Satz zu dem viel diskutierten Thema Sicherheit: Wir haben uns immer wohl gefühlt, nie bedrängt oder gar belästigt, auch nicht Mitternachts in der Metro. In St. Petersburg schätze ich waren ca. dreiviertel aller Touristen Russen. Nur ein kleiner Anteil sind ausländische Touristen. Das sieht natürlich bei den großen Attraktionen anders aus, da werden die internationalen Touristen mit Bussen und Schiffen hingekarrt. Aber die Russen, die wir gesehen haben, sind bestens gekleidet, jeder hat irgendein elektronisches Gerät, iPhone, dicke Spiegelreflexkamera oder sonstiges. Taschendiebstahl gibt es überall auf der Welt, aber die große Kriminalität, vor der überall gewarnt wird, haben wir nicht gefunden, zumindest nicht in St. Petersburg.

Der Grenzübertritt nach Estland hat etwas länger gedauert als die Einreise und wir hatten auch nicht einen so freundlichen englisch sprechenden Zöllner. Aber nach 1 1/2 Stunden waren wir in Estland, inkl. der Suche nach radioaktiven Stoffen. Die Estländischen Zöllner haben uns dann doch wesentlich freundlicher empfangen, als uns die Russen verabschiedet haben. Man merkte sofort, wir sind wieder in Europa. 

Hier von ein kurzes Video von der Fahrt nach Estland, dort war leider noch kein Straßenbauarbeiter, zumindest die letzten 50 Jahre nicht.

  

Alle Bilder von Russland

 

website design software
[Home] [Aktuell] [Reiseberichte I] [Deutschland] [Luxemburg] [Belgien] [Holland] [Dänemark] [Schweden] [Norwegen] [Finnland] [Russland] [Estland] [Lettland] [Litauen] [Polen-Slowakei] [Ungarn] [Reiseberichte II] [Fahrzeug] [Freunde] [Gästebuch] [Impressum]