Umbau
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Nachdem wir den Mercedes 1017, unseren UHU, nun endlich unser Eigen nennen können, geht es ans Herrichten, Umbauen, Inspektion und  was man für die große Fahrt sonst noch alles so braucht.

Die große Inspektion
Zu aller erst braucht das Fahrzeug mal eine große Inspektion, um festzustellen was evtl. defekt ist und repariert, bzw. ersetzt werden muss. Bevor dies nicht abgeschlossen ist und wir nicht wissen, welche Aufwendungen auf uns zukommen wollen wir uns bis dahin noch nicht an den Umbau machen. Also gilt es erst mal eine Werkstatt des Vertrauens zu finden, die uns hier zuverlässig und tatkräftig hilft. Wir sind als erstes zum Allrad Ruhland nach Gröbenzell. Hier hat man sich gut um uns gekümmert und beraten, auch was die Preise angeht war alles in Ordnung. Leider, aber eigentlich selbstverständlich können wir nicht in der Werkstatt mithelfen. Dies wäre aber eine der besten Voraussetzungen, um uns mit dem Fahrzeug vertraut zu machen und natürlich auch mit eigenen Augen zu sehen, in welchem Zustand das Fahrzeug ist und was alles gemacht wurde. Also haben wir weitergesucht. Nur zum Preischeck sind wir noch zum Mercedes Nutzfahrzeugcenter in München. Auch hier hat man uns mit Rat und Tat weitergeholfen, allerdings zu Mercedes-Preisen, die so um ca. 50% über den anderen Preisen lagen. Unser Freund Helli hat dann die zündende Idee gehabt und fragte bei der KFZ-Werkstatt, mit der er zusammen arbeitet. Vielleicht kann uns einer seiner Kollegen nach Feierabend weiterhelfen. Gesagt – getan.  Armin, der uns schon bei der Iveco Besichtigung in Bad Tölz begleitet hat, hilft uns gerne weiter – und – wir können mit in die Werkstatt, besser noch, wir arbeiten unter seiner Anleitung. Das war einfach genial, alles selber machen, quasi ein Kurzlehrgang auf dem Fahrzeug. Schrauberherz, was willst Du mehr?
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Also mit Armin Datum und Uhrzeit ausgemacht, alle notwendigen Verschleißteile vorher beim freundlichen Mercedes-Händler besorgt und los gings am Samstagvormittag. Zuerst mal alle Öle tauschen, natürlich inkl. aller Filter. Wie viel Öl so ein LKW hat, glaubt man erst mal nicht. Also ca. 20l Motoröl, 5l Getriebeöl und dann nochmal ein paar Liter für die Verteiler- bzw. Differenzialgetriebe. Da kommt dann schon was zusammen. Dann die Öl- und Dieselfilter getauscht, wir haben alleine schon drei Dieselfilter: Vorfilter, Feinfilter und ein Wasserabscheider.
In einer zweiten Sitzung haben wir dann die Ventile eingestellt, die Bremsen eingestellt und die Bremsflüssigkeit getauscht, diverse Dichtungen am Motor erneuert und da war der erste Defekt: bei der  Lenkung war oben am Lenkrad das letzte Lager ausgeschlagen.  Wir haben es probiert mit säubern und neu einfetten. Wie sich aber später herausstellte leider ohne Erfolg. Das Lager war einfach zu stark beschädigt. Da das Lager in einem Lenkungsblock sitzt und man nur das Ganze als Ersatzteil beim freundlichen Mercedes-Händler bekommt, die hierfür auch noch 400,-€ wollen, habe ich mich erst mal drangemacht das Teil evtl. anderweitig etwas günstiger aufzutreiben – leider Fehlanzeige. Somit bin ich dann Wochen später zu Mercedes und habe die 400,-€ ausgegeben. Ausgetauscht habe ich es dann aber selbst, da ich es inzwischen in unendlichen Reparaturversuchen x-mal aus- und eingebaut habe.  Im Großen und Ganzen war es das einzige Teil am Fahrzeug das defekt war.

Reifen
Nachdem die Vorderreifen reines Straßenprofil hatten und die Hinteren bereits runderneuert und über 10 Jahre alt waren, haben wir uns entschlossen dem UHU fünf neue Reifen mit gröberem Profil zu spendieren.  Hier war uns wieder ein Freund behilflich - Willi, der selbst Fuhrunternehmer ist, hat uns zu super Preisen bei den Reifen, der Montage und bei der Beschaffung von dem ganzen Zubehör, das wir sonst noch brauchten, verholfen. Wir haben uns für den Toyo M320 in der Größe 385/65 R22,5 entschieden. Diese haben ein grobes Baustellenprofil und sind für unseren Einsatzzweck genau das Richtige. Die Grobstoller von Michelin XZL sehen zwar noch mächtiger aus, sind aber wesentlich unruhiger, lauter und schlechter zu lenken. Für Offroad super, aber wir werden realistischerweise doch viel Asphalt unter den Reifen haben.  Außerdem kostet der Toyo 300 € pro Reifen, der Michelin jedoch mind. 500 €. Der Toyo hat für uns noch ein paar Vorteile: Er ist auf allen Antriebsachsen freigegeben (4x4) und hat eine M+S Kennzeichnung (wichtig für Europa im Winter).

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Zubehör (oder was wir meinten haben zu müssen)
Hier die Liste von dem ganzen Zeug, für diejenigen, die es interessiert:

  • 2 neue 100A Starterbatterien
  • 2 neue 180A Aufbaubatterien, auch hier haben wir uns für normale Säurebatterien entschieden, sie kosten ca. nur 1/3 von Gelbatterien
  • 4x 80W Solarzellen mit 24V Laderegler, hier hat sich unser Freund Didi ins Zeug gelegt und bei seiner Firma Gehrlicher die gesamte Anlage ins Sponsoring  bekommen. --- Wow ---
  • Geregeltes Ladegerät 230V/24V - 45A von Waeco
  • Wechselrichter für 230V 500W von Waeco (zum Laden der Laptops, Kameras, Handys etc.)
  • Schneeketten (Pflicht für Österreich zwischen Oktober und April)
  • 10t Wagenheber, 2x 10t Böcke höhenverstellbar
  • 2 Schleppseile für 16t mit Schekel, 2x Unterlegkeile
  • Spaten, Handsäge, Axt, Motorkettensäge (die gute Husqvarna)
  • Radio mit iPod-Anschluss (damit wir keine CD-Sammlung mitnehmen müssen)
  • 2 große JBL Lautsprecher, die gegen das Motorgeräusch anstinken müssen
  • 2 weitere Canton Aufbaulautsprecher für den Aufbau  -  Ein Geschenk vom Helli
  • Rückfahrkamera und 5´´ Monitor (beides Cartech, zusammen keine 200,-€)
  • Fahrradständer, haben wir von unserem Freund  Tom, der uns diesen aus dem Schrott vom Campingausstatter besorgt hatte und mit Neuteilen wieder in Schuss brachte
  • Vorzelt 2,4 x 3,0m nur zum Einhängen in eine Kettelleiste
  • Natürlich noch einen Grill (genial von Cadac, Gasgill für den Tisch, mit Wok-, Grill-, Brat- usw. Funktion)
  • 2 Fahrzeug-Safes , ein großer Safe für die Notebooks und ein kleiner Safe für Dokumente
  • Stühle, Tisch, Liegen, Hocker etc.
  • 2er Kombi Wasserfilter (Ceramik/Kohle) von Katadyn für die gesamte Wasserversorgung      (sind am letzten Tag vor der Abreise wieder rausgeflogen, wir hatten sie nicht dicht gebracht)
  • Starterkabel, Luftdruckschlauch mit Manometer zum Reifenfüllen
  • Eine Unmenge an Kleinigkeiten
     

Der Umbau des Aufbaus
Es gab ein paar Punkte im Aufbau, die wir anders lösen wollten. Als erstes war die Wasseranlage viel zu groß und brauchte auch viel zu viel Platz. Zudem waren  die Wassertanks auf Metallgestellen, deren Füße im Stauraum immer im Weg waren. Das wollten wir einfacher haben.

Der zweite Punkt war, dass die Elektroanlage in eine 12V und eine 230V Anlage aufgeteilt war. Darüber hinaus gab es kein Ladegerät für die Aufbaubatterien , wenn Landstromanschluss vorhanden ist. Dies fanden wir unpraktisch und wollten die zwei  12V und 230V Installationen zusammenlegen in eine 12V Anlage, die über ein 230V Ladegerät geladen und betrieben wird.

Der dritte Punkt war, dass das Bett mit 1,80m zu breit war. Nach unserer Ansicht reicht auch 1,40m Breite.  Die gewonnene Fläche wollten wir für weitere Schränke bzw. Regale nutzen.

Das waren die Hauptpunkte bei dem Umbau des Ausbaus. Grundsätzlich fanden wir den Ausbau sehr gut gemacht, da er von einem Schreiner megastabil gebaut wurde.

Wasser
So machten wir uns an das Bett und bauten es erst mal komplett ab. Die darunter liegenden Wasseranlage war nun frei zugänglich. Wir bauten alle 5 Wassertanks aus und flexten, sägten und bohrten für zwei der großen Tanks (2x 150l) zwei Gestelle so um, dass die Wassertanks nun untereinander sind anstatt nebeneinander liegen. Dies brauchte doch unzählige Anläufe bis die richtige Anordnung gefunden war, um die Tanks wieder dicht zu bekommen und mit allen Zuläufen, Abläufe, Ablassen und Entlüftung  wieder so funktionierten wie zuvor. Wir bauten die Absperr- und Ablassventile um und vereinfachten die gesamte Anlage soweit wie möglich. Zudem erneuerten wir die Schläuche wo möglich.  Eine Außendusche wurde auch noch eingebaut. Zur Filterung bauten wir noch zwei Katadyn Ceramik/Kohle-Filter ein. Leider mussten wir diese kurz vor unserer Abfahrt wieder ausbauen, da die Dinger einfach nicht dicht werden wollten.  Das war es erst mal mit der Wasseranlage.

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Bett
Caro hat ja schon für den Umbau der Wasseranlage das Bettgestell komplett abgebaut. Nun ging es daran, den frei werdenden Platz mit einem Regal und auf der anderen Seite mit einem Schrank zu füllen. Caro hat das vorhandene Material mit einigen Einkäufen bei div. Baumärkten verwendet und den Schrank und das Regal gebaut. Hierbei wurde das Bett entsprechend um die 40cm verschmälert. Was sich hier in ein paar Sätzen beschreiben lässt, hat mit Sicherheit zwei bis drei Wochen Zeit gekostet. Alleine für die Materialbesorgung sind Stunden um Stunden darauf gegangen, um genau das zu bekommen, was man  sich so vorstellt; Wahnsinn….

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Strom
Ich habe mich in der Zwischenzeit an die Elektroanlage gemacht. Nachdem ich vom Fach bin musste es natürlich perfekt werden. Also habe ich die gesamte Elektroanlage zerlegt. Zuerst habe ich mich an die Elektroanlage im Fahrerhaus gemacht, d.h. ich habe die nachträglich eingebauten Leitungen und Schaltungen komplett entfernt und neu verkabelt. Alle Sicherungen wurden durch Sicherungsautomaten ersetzt. Zudem habe ich noch beheizbare Außenspiegel eingebaut, etliche 12V Steckdosen für Navi, Laptop, iPod etc. installiert. Auch das neue Radio und die Rückfahrkamera mussten erst mal verkabelt werden. Dann habe ich noch die Tachobeleuchtung und die Uhr in Tacho repariert. Bei der ganzen Arbeit habe ich auch so ziemlich jedes Kabel der originalen Fahrzeugverkabelung überprüft. Dies soll mir später, wenn wir unterwegs sind, bei einer evtl. Fehlersuche und Reparatur die Arbeit erleichtern.
Dann gings an die Elektroanlage im Koffer. Auch hier habe ich erst mal die ganze Anlage komplett zerlegt. Dann habe ich angefangen die Solarmodule mit unserem Freund Didi zu montieren und die Reglereinheit anzuschließen. Hierfür habe ich eine eigene Ebene mit dem 230V Ladegerät, den Batterieabgängen, dem Solarregler und der 24V Lichtmaschine über ein Trennrelais geschaffen. Die zweite Ebene hat dann sämtliche Abgänge in 12V, die über zwei parallel geschaltete 24V/12V Spannungswandler versorgt werden. Abgesichert wird das Ganze auch hier über Sicherungsautomaten, dann muss man keine Ersatzsicherungen mitnehmen. Zur Steuerung habe ich ein Schaltpanel aus dem Schiffsbau auf die Anzahl der Schalter, die wir brauchen umgebaut und mit Leuchtdioden versehen, um den Schaltzustand zu sehen. Jetzt können wir an dem Panel die 12V Warmwasser, die 230V Warmwasser, die Wasserpumpe, den Kühlschrank und den Hauptschalter für die Gesamtanlage bequem bedienen. Das alte Bedienpanel fiel der Solaranzeige und zwei weiteren Anzeigen für die Abwassertanks zum Opfer. Alle Leuchten wurden von 12V Halogenstrahler mit je 20W auf 12V LED-Strahler mit je 1W umgebaut. Somit braucht die gesamte Beleuchtung weniger als zuvor nur ein Strahler. Das Licht der LEDs ist zwar nicht ganz so angenehm wie die Halogen, aber bei 95% Energieeinsparung kein Thema. Wir müssen uns heute keine Gedanken zur Beleuchtung machen. Auch wenn alle Lampen an sind, verbrauchen wir nicht einmal 20W!

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Solar
Wir haben, dank unseres Freundes Didi von Gehrlicher Solar eine komplette Solaranlage gesponsort bekommen. Die Anlage hat vier Module a 80W und einen Laderegler mit wählbarer Ausgangsspannung.  Die Ladeelektronik ist auf 24V (28,8V Ladespannung) eingestellt. Bei Sonnenschein lädt die Anlage vom Vormittag bis zum Nachmittag (ca. 10-15 Uhr) mit knapp 10A, was knapp am Maximum von 11A (11A x 28,8V = 320W) ist.  Selbst bei Regen und dichter Wolkendecke kommen noch 1-2 Ampere durch. Somit können wir fast komplett auf einen Landstromanschluss verzichten, wobei  Kühlschrank, Heizung, Wasserpumpe, Licht und Notebooks in regem Betrieb sind. Einzig für die Warmwasserbereitung muss der Motor laufen oder eben Landstrom verfügbar sein.

DSC00001DSC000040450 Stockholm Platz unter der Brücke

Einbaugeräte
Die Warmwasserversorgung läuft über einen 12V selbstregelnden Heizstab und zwei weitere 230V Heizstäbe, wenn Landstrom vorhanden ist. Wenn man den ganzen Tag mit dem Fahrzeug fährt und den 12V Heizstab eingeschalten lässt, hat man abends heißes Wasser zum Duschen. Alternativ kann man am Campingplatz, sofern man die eigene Dusche benutzen möchte, das Warmwasser über die 230V Heizstäbe  erwärmen lassen. Die Heizstäbe schalten sich bei 40C automatisch ab.
Einzig die 12V Warmwasserbereitung kann im Stand nicht die ganze Zeit erfolgen, da diese mit 8A Dauerstrom zu viel Leistung verbraucht. Auch die Solaranlage bringt über den ganzen Tag nicht genug Leistung. Hier wäre eine intelligente Lastabschaltung noch eine Komfortstufe mehr.
Auch der Kompressor-Kühlschrank läuft über 12V.  Bei uns ist der Kühlschrank die ganze Zeit eingeschaltet, die Solaranlage bringt genug Strom um den Kühlschrank, die Beleuchtung, die Heizung und den Laptop zu versorgen, einzig fürs Warmwasser reicht es nicht mehr ganz aus.
Die Webasto-Standheizung läuft mit Diesel und bringt mit ihren 5kW den Aufbau locker in 20min von 15C auf 22C. Die Heizung  hatte sich allerdings immer wieder nach kurzer Zeit von selbst abgeschaltet, ohne ersichtlichen Grund. Hier hat uns die nächste Webasto-Werkstatt geholfen und mit einer Inspektion und dem Austausch von ein paar Teilen die Heizung wieder zum Laufen gebracht. Allerdings kostete die Überarbeitung auch 500,-€. Wir konnten die Heizung die ersten Tage schon kräftig brauchen, die ist in Skandinavien wohl absolut wichtig.
Auch unser Herd läuft mit Diesel und somit haben wir keinerlei Gas-Geräte an Bord, was uns sehr recht ist, da Gas doch immer wieder für schwere Unfälle sorgt. Außerdem haben  wir somit nur Diesel an Bord und müssen uns um keine zweite Energiequelle kümmern. Der Dieselkocher ist absolut problemfrei, er stinkt zwar beim Einschalten etwas (nur außen, nicht in der Kabine), das ist aber nach einer Minute wieder vorbei. Er ist von der Handhabung wie ein Elektroherd, er braucht etwas länger zum heiß werden, hält dann aber nach dem Ausschalten auch länger an. Wir machen immer nach dem Kochen noch ein Abspülwasser warm, und das bei schon ausgeschaltetem Herd. Klappt einwandfrei!

Navigation
Ursprünglich für Südostasien gedacht, wollte ich eine Möglichkeit um mit einem Navi die ganze Stecke navigieren zu können. Dies gibt es im Moment zumindest nicht in einem mobilen (Auto-)Navi. Somit fiel schnell die Aufmerksamkeit auf die Navigation mit dem PC. Die Flexibilität ist hier doch am größten. Eine Hand voll Programme auf dem Markt macht die Auswahl des Naviprogramms verhältnismäßig einfach. Letztendlich waren zum Schluss noch Fugawi und TTQV von Touratech im Rennen. Wir entschieden uns für TTQV, hauptsächlich wegen der deutschen Unterstützung bei der Anwendung und bei Problemen. Zum TTQV haben wir uns eine Navteq Europa-Karte geholt, die Autorouting unterstützt und eine Worldmap mit den Hauptverbindungsstraßen. Für die einzelnen Länder außerhalb Europas kann man dann entweder Vektorkarten mit Autoroutingfunktion kaufen oder auf Rasterkarten ausweichen, wenn keine Vektorkarten verfügbar sind, dann allerdings auch ohne Autoroutingfunktion. Da wir ja nun hauptsächlich in Europa unterwegs sind, haben wir uns keine weiteren Karten gekauft. Das TTQV läuft auf einem 13,3 Laptop mit Intel Core-i5, 4GB Ram, einem externen wasserdichten (USB) GPS-Empfänger und ganz wichtig, einer SolidStateDisk (SSD), der die Erschütterungen im LKW nichts ausmacht. Eine normale Festplatte glaube ich hätte den ersten Tag wahrscheinlich nicht überlebt, bestimmt aber nicht den ein oder anderen Feldwegausflug. Die Bedienung ist zwar nicht einfach, aber man bekommt doch genau die Stecke, die man auch Fahren möchte. Außerdem gibt der große Laptop-Bildschirm einen sehr guten Überblick. Schnelles ein- und auszoomen bringt nochmal mehr Übersicht.

Als zweites Navigationsgerät haben wir uns das neue Garmin GPSmap 62st zugelegt. Dies ist auch mit einer autoroutingfähigen Europakarte (CityNavigator Europe) einer Worldmap und zusätzlich einer Topografischen Karte Europa ausgestattet. Wir nehmen es hauptsächlich zur Navigation in den Städten und bei Touren her, wenn wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Für den Outdoor Einsatz ist dies das absolut richtige Gerät, wasserdicht, stoßfest, super im Sonnenlicht abzulesen, leicht und mit normalen Batterien bzw. Akkus zu betreiben. Wanderungen und Touren kann man am PC planen und auf das Gerät überspielen. Eine Trackback Funktion bringt uns auch immer wieder heim (zum UHU). Letztendlich dient es auch noch als Reservegerät, sollte mit dem Laptop etwas sein.
Grundsätzlich planen wir aber nach wie vor auf Papierkarten und nehmen dann nur die genaue Navigation am Laptop vor.
Eine ganze Schar von Kompassen haben wir auch noch dabei, nicht zuletzt, da wir ein paar vor unserer Abreise geschenkt bekommen haben. Wie man aber sieht, zeigen sie alle in eine andere Richtung, also ist Vorsicht geboten (die gegenseitige Ablenkung ist enorm, ein Abstand von mind. einem Meter ist Pflicht).

Dies und Das
Um den Geräuschpegel im Fahrerhaus etwas zu reduzieren, haben wir den ganzen Boden mit ca. 1cm dicken Gummi-Isolierplatten ausgelegt. Dies hat sehr viel gebracht, auch die Abdichtung der Bodendurchlässe für Kabel etc. hat die Motorgeräusche nochmals nach unten gebracht.
Über der Motorkonsole haben wir ein starkes Riffelblech befestigt, hier liegt während der Fahrt unser Laptop zum Navigieren.
Speziell für Micha: Wir haben die vier Sandbleche nun unter der Kabine oberhalb der Außenkästen und Hinterreifen angebracht, auf der linken Seite mit 3,20m, auf der rechten Seite mit 2,60m. Die stören in dem Bereich nicht, sind einfach rein und raus zunehmen und man sieht sie auch fast nicht. Caro macht sich jedoch ein wenig Sorgen, dass die Verschränkung etwas eingeschränkt sein könnte. Mal sehen beim ersten Offroadeinsatz.
Auch hier nochmals ein Danke an unseren Schlosser aus Trudering bei München. Der Einsatz von einem auf den anderen Tag, um unsere Sandbleche festzumachen, damit wir am übernächsten Tag in den Urlaub fahren können, ist nicht ganz selbstverständlich. Vielen herzlichen Dank hierfür.

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